Ladesäule die Erste

Am Samstag Mittag muss ich den Kona wieder zurückbringen. Aber vorher fahren wir noch zum Einkaufen. Beim Rewe-Markt gibt es eine Innogy-Ladesäule, die auch brav vom fest installierten Navi des Kona angezeigt wird. Also beschliesse ich kurzerhand einen Ladesäulen-Test durchzuführen.
Zielstrebig steuere ich die Ladesäule an. Auf dem Parkplatz direkt vor der Säule parkt natürlich ein Verbrenner. Die Parkfläche daneben ist frei; und da der Kona ein „Schnauzenlader“ ist, sollte die Länge des Ladekabels reichen.
Das passende, sogenannte Typ 2 Kabel ist im Kofferraum unter der Ladefläche. Mit dem orangefarbenen Spralkabel verbinde ich das Auto mit der Ladesäule. Noch besitze ich keine Ladekarte. Kein Problem; mit dem Handy scanne ich den QR-Code an der Ladesäule. Das Laden der verlinkten Webseite dauert elendig lang. Mein Datenvolumen ist aufgebraucht und so investiere ich zunächst mal 7,95 € an die Telekom für den Datentransfer. Schnell baut sich die Innogy Webseite auf. Zunächst muss ich über Paypal 50 € an Innogy authorisieren. Ich bin kein Kunde bei Innogy. Und schwupp sind 50 € weg. Teures Experiment denkt ich und bin ziemlich angesäuert. Nach dem Einkauf im Supermarkt hat die Ladestation gerade mal 1,5 kWh in den Kona gepumpt. Meine Frau lädt die Einkäufe in den Kofferraum, während ich das Kabel von Säule und Fahrzeug trenne. Dann lade ich die Einkaufstaschen wieder alle aus; das Kabel muss wieder an seinen Platz. Das ist höchst unpraktisch. Andere E-Auto haben zum Beispiel unter der „Motorhaube“ ein Fach zum Verstauen des Ladekabels

Am darauffolgenden Montag klärt sich der „Ladevorfall“ zum Glück auf. Bevor ich Innogy Dampf machen will, kontrolliere ich nochmal mein Paypal Konto. Und siehe da: Innogy hat sich für den Ladevorgang am Samstag 59 Cent abgezweigt. Der Rest ist wieder auf dem Konto. Umsonst geärgert; dennoch wäre es schön, wenn die Zahlungsmodalitäten etwas transparenter an den Mann gebracht werden.