Kaisertuba im Dunkeln

Nach der Arbeit springe ich noch schnell beim Hyndai-Händler rein, lasse mir den Schlüssel geben. Bis morgen nachmittag darf ich den Kona Electric ausgiebig testen. Für den Abend habe eine Nachtfahrt und einen Ladetest des Kofferraums eingeplant. Die wöchentliche Probe meines Blasorchester steht an. Leise surrend flitze ich nach Hause. Die große Frage des Tages lautet: Kann ich meine Kaisertuba transportieren. Wenn nicht, kein Kauf! In den Kofferraum passt sich natürlich nicht, ohne das ich die Rückbank umklappen muss. Das war beim Accord Tourer nicht anders; und der war ein Kombi. Beim Kona ich habe das auch nicht anders erwartet. Aber das Instrument passt im Gigbag gut auf den Rücksitz. Das reicht mir. Für Tubaspieler sei angemerkt: Eine große B-Tuba im Hartschalenkoffer in den Kona zu bekommen, dürfte ein wahre Herausfoderung werden. Der Kofferraum ist ausreichend groß für den üblichen Wocheneinkauf.

Das Instrument liegt auf dem Rücksitz. Es ist bereits dunkel als ich mich auf den Weg zum 12 km entfernten Probenraum mache. Für den Hinweg wähle ich die kürzere Strecke durch das Kylltal. Der Kona hat kein Kurvenlicht . Stattdessen schalten sich, je nach Lenkradeinschlag, links oder rechts eine Lampe ein, die die dunklen Bereiche neben dem Fahrzeug beleuchten. Ich find es nett, wirklich brachen tue ich es nicht. Das LED-Abblendlicht ist ähnlich hell wie ich es von Xenon-Strahlern gewöhnt bin. Über das Fernlicht kann ebenfalls nichts negatives berichten. Durch die höhere Sitzposition hat man eh eine bessere Sicht. Der Kona hat den Beleuchtungstest bestanden.

Auf der Heimfahrt, es regnet, nehme ich den schnelleren Weg entlang des Flugplatzes Spangdahlem. Es dauert ein wenig, bis ich kapiere, wie das automatische Abblendlicht funktioniert. Zuverlässig wird bei entgegenkommenden oder vorausfahrenden Fahrzeugen abgeblendet. Im Kreisverkehr kann es schon ein bisschen dauern. Rad- und Mofafahrer laufen Gefahr geblendet zu werden. Hier muss manuell nachhelfen.

Zuhause angekommen, wende ich den Kona, um rückwärts in die Garage einzuparken. Dazu habe bisher nur die beiden Aussenspiegel benötigt. Jetzt schaltet sich beim Drücken der R-Taste (Rückwärtsgang) automatisch die Kamera ein, die ihre Eindrücke auf das Multidisplay überträgt. Durch die Regentropfen auf der Linse kann so unbedeutende Kleinigkeiten wie die Position der Toröffnung nur schätzen.

Auf den Spiegelflächen tummeln sich ebenfalls dutzende von Wassertropfen. Gewohnheitsgemäß schaltete ich die Heckscheibenheizung ein, dann werden die Spiegelflächen auch trocken. Das geschieht allerdings nicht. Das konnte der Honda; beim Kona bleiben die Tropfen auf dem Glas. OK, ich öffne Fahrer- und Beifahrerscheibe. Jetzt sehe ich in den Rückspiegeln genug, um sicher in der Garage einzuparken. Im Dunkeln ist mir das Bild der Rückfahrkamera zu hell; ja ich empfinde es sogar als störend. Man kann jedoch die Helligkeit runterregeln. Das hilft.

Fazit des Abends: Die Rückfahrkamera hilft, Kinder, Hindernisse oder den fliessenden Verkehr beim Rückwärtsfahren oder Ausparken rechtzeitig zu erkennen. Beim Rangieren verlasse ich mich (noch) lieber auf die Rückspiegel.