(Keine) Anhängerkupplung?

Anhängerkupplung und E-Auto scheinen wohl nicht so richtig zusammen zu passen. Das ist nicht nur bei Hyundai ein Problem. Zur Zeit gibt keine Freigabe und damit auch keine Anhängerkupplung zum Ziehen eines Anhängers. Warum dies so ist, habe ich bisher nicht wirklich in Erfahrung bringen können. Es gibt eine baulich modifizierte Kupplung, die nur das Anbringen eines Fahrradträgers, nicht aber das Ankuppeln eines Anhängers zulässt. Und Vorsicht: Nicht jeder Fahrradträger passt auch auf die kastrierte Kupplung.

Ladesäule 2.0

Heute will ich einen weiteren Ladesäulentest wagen.In Bitburg, so meine Maingauapp, soll es 6 öffentliche Ladesäulen geben. Da möchte ich mir gerne mal die eine oder andere ansehen. Ich habe noch etwas in der Stadt zu erledigen, und so steuere ich zunächst die Innogy-Ladesäule am alten Gymnasium an. Wiederum ist eine der beiden Lade-Parkflächen von einem Verbrenner besetzt. Nun gut, es gibt hier auch keine eindeutige Kennzeichnung. Ich setze den Kona rückwärts auf die Stellfläche. Das Ladekabel einstecken und…nichts. Weder reagiert der Energiespender auf meine Ladekarte von Maingau noch fließt der Strom nach dem Einscannen des QR-Codes auf der Innogy-Webseite. Freundlicherweise steht auf dem störrischen Kameraden eine Hotlinenummer, die dann auch gleich gewählt wird. Siehe da; ohne lange in einer Warteschleife zu hängen, meldet sich eine freundliche Stimme, der ich die Sachlage schildere. Nachdem ich, wie gewünscht, meinem Gesprächspartner die Ladesäulennummer mitteile, weiss dieser auch gleich was Sache ist. Die Säule muss brandneu installiert sein und ich noch nicht im System gemeldet. Da könne er jetzt leider nichts ändern. Ich werde gebeten eine andere Lademöglichkeit auszusuchen.
Nun gut. Es geht zum Beda-Platz. Auf dem großen Parkplatz gibt es gleich 2 Ladestationen. Während die „Steckdose“ der Volksbank sich geschickt hinter dem Bankgebäude versteckt, wirbt die Kreissparkasse mit kostenlosem Strom, gut sichtbar, direkt vor der Bank. Auf den Parkplätzen ist dann auch groß das Sparkassensymbol auf’s Pflaster gepinselt. Na, wenn es nichts kostet, dann los. Unterhalb des Displays klebt eine Info. Aufgrund einer technischen Umstellung ist das kostenlosen Laden nicht möglich. Die kostenpflichtige Variante mit Ladekarte oder App ist jedoch uneingeschränkt verfügbar. Das, und ich muss jetzt sagen, ärgert mich. Nicht, dass ich den Strom nicht „schnorren“ kann, sondern, dass hier eine Leistung beworben wird, die nicht verfügbar ist.

Ladesäule die Erste

Am Samstag Mittag muss ich den Kona wieder zurückbringen. Aber vorher fahren wir noch zum Einkaufen. Beim Rewe-Markt gibt es eine Innogy-Ladesäule, die auch brav vom fest installierten Navi des Kona angezeigt wird. Also beschliesse ich kurzerhand einen Ladesäulen-Test durchzuführen.
Zielstrebig steuere ich die Ladesäule an. Auf dem Parkplatz direkt vor der Säule parkt natürlich ein Verbrenner. Die Parkfläche daneben ist frei; und da der Kona ein „Schnauzenlader“ ist, sollte die Länge des Ladekabels reichen.
Das passende, sogenannte Typ 2 Kabel ist im Kofferraum unter der Ladefläche. Mit dem orangefarbenen Spralkabel verbinde ich das Auto mit der Ladesäule. Noch besitze ich keine Ladekarte. Kein Problem; mit dem Handy scanne ich den QR-Code an der Ladesäule. Das Laden der verlinkten Webseite dauert elendig lang. Mein Datenvolumen ist aufgebraucht und so investiere ich zunächst mal 7,95 € an die Telekom für den Datentransfer. Schnell baut sich die Innogy Webseite auf. Zunächst muss ich über Paypal 50 € an Innogy authorisieren. Ich bin kein Kunde bei Innogy. Und schwupp sind 50 € weg. Teures Experiment denkt ich und bin ziemlich angesäuert. Nach dem Einkauf im Supermarkt hat die Ladestation gerade mal 1,5 kWh in den Kona gepumpt. Meine Frau lädt die Einkäufe in den Kofferraum, während ich das Kabel von Säule und Fahrzeug trenne. Dann lade ich die Einkaufstaschen wieder alle aus; das Kabel muss wieder an seinen Platz. Das ist höchst unpraktisch. Andere E-Auto haben zum Beispiel unter der „Motorhaube“ ein Fach zum Verstauen des Ladekabels

Am darauffolgenden Montag klärt sich der „Ladevorfall“ zum Glück auf. Bevor ich Innogy Dampf machen will, kontrolliere ich nochmal mein Paypal Konto. Und siehe da: Innogy hat sich für den Ladevorgang am Samstag 59 Cent abgezweigt. Der Rest ist wieder auf dem Konto. Umsonst geärgert; dennoch wäre es schön, wenn die Zahlungsmodalitäten etwas transparenter an den Mann gebracht werden.

Laden die Erste

Der geliehene Kona darf in meiner Garge übernachten. Gelegenheit, um das mitgelieferte Hyundai-Ladegerät zu testen. An einem kurzen Kabel mit Schukostecker hängt eine weisse Box. An der anderen Seite der Box hängt ein längeres Kabel mit passendem Ladestecker. Zunächst wird der Stecker mit dem Kona verbunden. Dazu wird von links an der „Kühlerverkleidung“ die Klappe geöffnet und die Schutzkappe des Ladeanschlusses entfernt. Den Schuko-Stecker drücke ich in eine normale Steckdose.

Und schon wird der Akku geladen. Satte 10 Ampere saugt das Ladegerät aus der Steckdose. Das entspricht einer Ladeleistung von 2,2 kW. Ein leerer 64 kWh Kona Akku braucht auf diese Weise 30 Stunden bis er satt ist. Nun ja, langsames Laden verhilft dem Akku zu mehr Lebensdauer.

Später erfahre ich: Dem Hyundai-Ladegerät kann mehr Leistung entlockt werden. Maximal 12 Ampere oder ca. 2,7 kW sind möglich. Die Ladezeit des Akkus verkürzt sich so auf 23 Stunden. Laut Handbuch ist diese Ladegerät auch nur zur Erhaltungsladung gedacht. Je nach Absicherung der speisenden Sicherung kann der Lasdestrom im 3 Stufen (8, 10 und 12 Ampere) eingestellt werden.

Fazit: Das Schuko-Ladegerät ist nur eine Lade-Notlösung oder für Leute, die ihr Auto lieber in der Garage als auf der Straße sehen wollen.

Kaisertuba im Dunkeln

Nach der Arbeit springe ich noch schnell beim Hyndai-Händler rein, lasse mir den Schlüssel geben. Bis morgen nachmittag darf ich den Kona Electric ausgiebig testen. Für den Abend habe eine Nachtfahrt und einen Ladetest des Kofferraums eingeplant. Die wöchentliche Probe meines Blasorchester steht an. Leise surrend flitze ich nach Hause. Die große Frage des Tages lautet: Kann ich meine Kaisertuba transportieren. Wenn nicht, kein Kauf! In den Kofferraum passt sich natürlich nicht, ohne das ich die Rückbank umklappen muss. Das war beim Accord Tourer nicht anders; und der war ein Kombi. Beim Kona ich habe das auch nicht anders erwartet. Aber das Instrument passt im Gigbag gut auf den Rücksitz. Das reicht mir. Für Tubaspieler sei angemerkt: Eine große B-Tuba im Hartschalenkoffer in den Kona zu bekommen, dürfte ein wahre Herausfoderung werden. Der Kofferraum ist ausreichend groß für den üblichen Wocheneinkauf.

Das Instrument liegt auf dem Rücksitz. Es ist bereits dunkel als ich mich auf den Weg zum 12 km entfernten Probenraum mache. Für den Hinweg wähle ich die kürzere Strecke durch das Kylltal. Der Kona hat kein Kurvenlicht . Stattdessen schalten sich, je nach Lenkradeinschlag, links oder rechts eine Lampe ein, die die dunklen Bereiche neben dem Fahrzeug beleuchten. Ich find es nett, wirklich brachen tue ich es nicht. Das LED-Abblendlicht ist ähnlich hell wie ich es von Xenon-Strahlern gewöhnt bin. Über das Fernlicht kann ebenfalls nichts negatives berichten. Durch die höhere Sitzposition hat man eh eine bessere Sicht. Der Kona hat den Beleuchtungstest bestanden.

Auf der Heimfahrt, es regnet, nehme ich den schnelleren Weg entlang des Flugplatzes Spangdahlem. Es dauert ein wenig, bis ich kapiere, wie das automatische Abblendlicht funktioniert. Zuverlässig wird bei entgegenkommenden oder vorausfahrenden Fahrzeugen abgeblendet. Im Kreisverkehr kann es schon ein bisschen dauern. Rad- und Mofafahrer laufen Gefahr geblendet zu werden. Hier muss manuell nachhelfen.

Zuhause angekommen, wende ich den Kona, um rückwärts in die Garage einzuparken. Dazu habe bisher nur die beiden Aussenspiegel benötigt. Jetzt schaltet sich beim Drücken der R-Taste (Rückwärtsgang) automatisch die Kamera ein, die ihre Eindrücke auf das Multidisplay überträgt. Durch die Regentropfen auf der Linse kann so unbedeutende Kleinigkeiten wie die Position der Toröffnung nur schätzen.

Auf den Spiegelflächen tummeln sich ebenfalls dutzende von Wassertropfen. Gewohnheitsgemäß schaltete ich die Heckscheibenheizung ein, dann werden die Spiegelflächen auch trocken. Das geschieht allerdings nicht. Das konnte der Honda; beim Kona bleiben die Tropfen auf dem Glas. OK, ich öffne Fahrer- und Beifahrerscheibe. Jetzt sehe ich in den Rückspiegeln genug, um sicher in der Garage einzuparken. Im Dunkeln ist mir das Bild der Rückfahrkamera zu hell; ja ich empfinde es sogar als störend. Man kann jedoch die Helligkeit runterregeln. Das hilft.

Fazit des Abends: Die Rückfahrkamera hilft, Kinder, Hindernisse oder den fliessenden Verkehr beim Rückwärtsfahren oder Ausparken rechtzeitig zu erkennen. Beim Rangieren verlasse ich mich (noch) lieber auf die Rückspiegel.